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Insuffizienz

Im Allgemein wird eine eingeschränkte Körperfunktion bzw. eine geschwächte Leistung eines Organs als Insuffizienz bezeichnet. Häufig tritt eine Insuffizienz in Folge einer vorhergegangenen Erkrankung oder Organschädigung auf. Man unterscheidet zum Beispiel zwischen der Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz und Nebenniereninsuffizienz sowie respiratorische Insuffizienz, welche die Atmenwegsorgane betrifft.

Herzinsuffizienz

Bei der Herzinsuffizienz ist das Herz aufgrund eines geschwächten Herzmuskels den Körper mit ausreichend Blut zu versorgen. Dies hat zur Folge, dass der Körper nur begrenzt leistungsfähig ist. Wie stark die Auswirkungen dieser Insuffizienz für die betroffene Person ist, hängt davon ab, in welchem Grad oder in welchem Stadium sich der Betroffene befindet. Die Gradeinteilung findet nach der New York Heart Association (NYHA) statt und die Einteilung der Stadien A bis D beruht auf der American Heart Association (AHA). Bei Stadium A liegt zwar ein erhöhtes Herzinfarktrisiko vor, jedoch zeichnen sind sonst keinerlei erkennbare Symptome ab; in Stadium D hingegen weißt der Betroffene starke Symptome wie Herzrasen, Dyspnoe, Schwindel und Erschöpfung auf. In diesem Stadium kommt als Therapie häufig nur ein Spenderherz in Frage.

Niereninsuffizienz

Als Niereninsuffizienz wird die Unterfunktion einer oder beider Nieren bezeichnet. Zum einen unterscheidet man zwischen einem akuten Nierenversagen, welche von wenigen Stunden bis Wochen andauern kann und meist in Folge von Verbrennungen, Blutverlust oder Diarrhö verursacht wird. Zum anderen gibt es das chronische Nierenversagen, welches wiederum –ähnlich wie bei der Herzinsuffizienz- in vier unterschiedliche Stadien eingeteilt wird. Hier kann in einem der fortgeschrittenen Stadien mit einer Dialysetherapie indiziert werden; gegebenenfalls ist auch hier eine Organtransplantation erforderlich.
Symptome einer Niereninsuffizienz:
– Juckreiz der Haut
– penetranter Uringeruch (durch Harnstoffe im Blut)
– Knochenschmerzen und Kopfschmerzen
– Krampfanfälle

respiratorische Insuffizienz

Eine respiratorische Insuffizienz wird umgangssprachlich auch als Ateminsuffizienz bezeichnet.

Respiratorische Insuffizienz

Eine respiratorische Insuffizienz wird umgangssprachlich auch als Ateminsuffizienz bezeichnet und bedeutet die Minderbelüftung eines oder mehrerer Lungenteile. Durch den eingeschränkten Gasaustausch der Lungenbläschen ändern sich in der Regel auch die Blutgaswerte des Betroffenen und machen diese Insuffizient leicht nachweisbar. Man unterscheidet wieder zwischen der chronischen und akuten Insuffizienzform. Die chronische Form in Folge einer chronischen Bronchitis, Lungentumore oder Lungenoperationen auftreten und zeichnet sich durch Symptome wie Husten, Atemnot und Leistungsschwäche sowie Müdigkeit aus. Die akute Form zeigt zwar die gleichen Symptome, tritt jedoch nur kurzfristig bei einem Asthmaanfall, einer Lungenentzündung oder bei Missbrauch von Opiaten, also Betäubungsmitteln auf. Therapiert wird meist mit Sauerstoffgabe durch künstlicher Beatmung.