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Niereninsuffizienz

Eine Niereninsuffizienz tritt sehr selten plötzlich auf (akute Niereninsuffizienz), sondern entwickelt sich zum überwiegenden Teil langsam über einen längeren Zeitraum (chronische Niereninsuffizienz). Die Nieren spielen eine wichtige Rolle bei der Funktionalität des menschlichen Organismus, auch wenn es sich bei diesen um relativ kleine Körperorgane handelt. Über die Nieren werden Schadstoffe und Gifte ausgeschieden, die dem menschlichen Körper schädigen können. Kann diese Funktion nicht mehr ausreichend erfüllt werden, können unter Umständen sogar lebensbedrohliche Zustände auftreten.

Was versteht man unter Niereninsuffizienz?

Liegt eine Funktionsbeeinträchtigung des Nierengewebes vor, wird der menschliche Körper nicht mehr ausreichend entgiftet. Zusätzlich kann es durch die Verringerung der Harnproduktion und dessen Ausscheidung zu Wasseransammlungen im Körper kommen, die sehr oft als erstes Symptom wahrgenommen werden. Da eine gesunde Niere in der Lage ist, die Funktion einer erkrankten Niere über einen längeren Zeitraum mit zu übernehmen, wird diese Krankheit häufig durch Zufall diagnostiziert. Dabei kann die Bezeichnung „Insuffizienz“ aus dem lateinischen Wort „Sufficiens“ abgeleitet werden, was so viel wie „ausreichend“ bedeutet. Genau wie bei einer Herzinsuffizienz erfüllt also das betroffene Organ seine Funktion nicht mehr ausreichend.

Niereninsuffizienz

Die Ursachen für das Auftreten einer Niereninsuffizienz sind sehr vielseitig.

Ursachen und Symptome dieser Erkrankung

Die Ursachen für das Auftreten einer Niereninsuffizienz sind sehr vielseitig. Auf keinen Fall sind Nierensteine als alleinige Ursache anzusehen, sondern auch:

  • mangelnde Durchblutung der Nieren nach einem hohen Blutverlust
  • plötzlicher Abfall des Blutdrucks
  • Diabetes
  • Infektionen
  • Vergiftungen
  • allergische Reaktionen, auch auf Medikamente
  • Nierenentzündungen
  • Entzündungen im Bereich der Harnwege und des Nierenbeckens.

Zu den sehr häufig auftretenden ersten Symptomen einer Niereninsuffizienz zählen plötzlich auftretende Müdigkeit, Wassereinlagerungen im Körper und eine deutliche Verminderung der Urinmenge. Da diese Wassereinlagerungen auch in der Lunge und im Herzen auftreten können, können diese zu akuten Atembeschwerden, Herzrhythmusstörungen oder zum Herzinfarkt führen.

Behandlungsmöglichkeiten einer Niereninsuffizienz

Wird eine Niereninsuffizienz rechtzeitig diagnostiziert, kann diese zum überwiegenden Teil komplett geheilt werden. Erfolgt die Diagnose allerdings zu einem sehr späten Zeitpunkt, kann eine lebenslang notwendige Dialyse oder eine Transplantation der betroffenen Niere notwendig werden. Die Behandlungsmethode richtet sich immer nach der Form und nach dem Stadium der Erkrankung. Mit einer Anpassung oder Umstellung der Ernährungsangewohnheiten und der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten können in vielen Fällen bereits gute Heilungserfolge erzielt werden.