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Nierensteine

Unter dem Begriff der Nierensteine (auch Harnsteine oder Nephroliten) werden Ablagerungen im Bereich der Niere und der Harnwege verstanden, die durch die Ansammlung von Kalziumsalzen oder anderen Mineralien entstehen. Nierensteine sind in Deutschland häufig anzutreffen, in vielen Fällen sind sie jedoch so klein, dass sie einfach mit dem Urin ausgeschieden werden können. Kritisch wird es allerdings, wenn die Steine zu einer Nierenkolik mit entsprechenden Schmerzen führen.

Ursachen und Symptome der Nierensteine

Für die Entstehung der Ablagerungen gibt es vielfältige Möglichkeiten. Häufig hängt sie mit einem unzureichenden Flüssigkeitshaushalt oder falsche Ernährung zusammen. Im Wesentlichen stehen die die nachfolgenden Risikofaktoren mit der Bildung von Nierensteinen in Zusammenhang:

  • Geringe Flüssigkeitszufuhr, eventuell unterstützt durch intensives Schwitzen und hohe Temperaturen
  • Schneller Gewichtsverlust und Diäten
  • Verzehr von Lebensmitteln mit Kalzium- und Vitamin D-Zusätzen
  • Verzehr von stark gesalzenen Lebensmitteln
  • Erkrankungen wie Niereninsuffizienz, häufige Harnwegsinfektionen, Stoffwechselerkrankungen oder Morbus Crohn
  • Genetische Veranlagung
Nierensteine

Kleine Nierensteine werden in der Regel nicht oder kaum bemerkt.

Kleine Nierensteine werden in der Regel nicht oder kaum bemerkt, da sie ohne Behandlung über den Urin abgelassen werden. Größere Steine hingegen bleiben entweder in der Niere oder wandern langsam durch den Harnleiter nach unten und verursachen hierdurch Nierenkoliken und Schmerzen. Bei einem Abgang des Steins kann es so zu Krämpfen und stechenden Schmerzen im Unterleib kommen, die in den Rücken und Brustkorb ausstrahlen und hierdurch Übelkeit verursachen. Hinzu kommen Schmerzen beim Toilettengang und Blut im Urin, das durch die Reibung dorthin gelangt.

Vorbeugung gegen Nierensteine

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nierenstein wiederkommt, wenn die Lebensgewohnheiten beibehalten werden, ist sehr groß. Umgekehrt bedeutet das auch, dass eine gezielte Ernährung die Entstehung der Ablagerungen von vornherein ausschließen kann. Sofern bereits Nierensteine entstanden waren, kann über eine Laboruntersuchung in Kombination mit der Betrachtung der gesundheitlichen Vorgeschichte konkret herausgefunden werden, wie Folgesteine verhindert werden können. Die schnellste und meist effektivste Möglichkeit der Prophylaxe ist die Veränderung des Ernährungsverhaltens. Grundsätzlich gilt, dass eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme durch Wasser, Tee und Saftschorlen sichergestellt sein sollten. Zudem sollte eine ausgeglichene Ernährung erfolgen, das heißt ein übermäßiger Fleischgenuss (auch Geflügel) ist aufgrund des hohen Puringehaltes zu vermeiden. Hinzu kommt ein eingeschränkter Genuss von Lebensmitteln mit hohem Oxalatgehalt (Nüsse, Erdbeeren, Weizenkleie) und Lebensmitteln, die dem Körper Flüssigkeit entziehen (Kaffee, schwarzer Tee, Rhabarber) und zu viel Zucker (Schokolade, Limonade, Cola). Andere Lebensmittel hingegen unterstützen den Abtransport von Mineralablagerungen im Nieren – und Harnwegebereich. Hierzu zählen zum Beispiel Löwenzahn oder Labkraut, die in Form von Tee oder von Kapseln eingenommen werden können. Grundsätzlich sind Nierensteine sehr ernst zu nehmen, da sie ebenso wie ein Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz zu einer extremen Einschränkung der Lebensqualität führen können und durch gezielte Prophylaxe verhindert werden können.